Kurz erklärt: Wörter und Begriffe,
die aktuell durch die Presse geistern 

„Impact Fonds“

Der Begriff "Impact" (zu deutsch: "Wirkung") beschreibt den Ansatz, einen positiven und messbaren Beitrag zur Erreichung vor allem ökologischer Ziele zu leisten. „Impact Fonds“ setzen sich also konkrete Ziele zu ihrer positiven ökologischen oder gesellschaftlichen Wirkung, wie beispielsweise die Abschwächung des Klimawandels. Der „Impact“ resultiert aus dem Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette: Es steht somit die Frage im Raum, in welcher Form die Anlagen des entsprechenden Fonds bzw. die zugrundeliegenden Anlageformen (Aktien, Anleihen, Immobilien, o. ä.) der Umwelt (Environment), der Gesellschaft (Social) und den Unternehmen (Governance) einen Mehrwert bringen. Diesen Ansatz bezeichnet man auch als ESG-Ansatz der Nachhaltigkeit, wobei die Offenlegung der Einhaltung oder auch der Nicht-Einhaltung durch die neue Nachhaltigkeitsrichtlinie der Europäischen Union seit diesem Jahr aktiv eingefordert wird.

Der ökologische Nutzen soll somit neben der positiven finanziellen Rendite messbar, nachweisbar und transparent für Dritte gemacht werden. Eine Windkraftanlage, ein Solarpark oder ein Wasserkraftwerk schafft zum Beispiel einen Zugang zu sauberer Energie und hilft damit den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

„Quantitative Easing“ & „Tapering“

Seit einigen Jahren ist dieses Wort eine Art „Schreckgespenst“ für die internationalen Kapitalmärkte geworden. Mit Beginn der Finanzkrise 2008 setzte eine bis dahin noch nie da gewesene Welle an Liquiditäts- und Stützungsmaßnahmen der weltweiten Notenbanken zur Rettung des Finanzsystems ein. Die Unternehmen und dabei insbesondere die Banken wurden mit nahezu grenzenloser Liquidität versorgt. Einige Jahre später im Jahr 2012 zum Zeitpunkt der „Euro-Krise“ gipfelte dieses im sogenannten „Draghi-Effekt“ (Mario Draghi = damaliger Chef der europäischen Notenbank EZB). Dabei verkündete Mario Draghi, dass die EZB alles, was möglich ist, unternehmen wird („whatever it takes“), um den Euro und die Länder der Eurozone zu erhalten. Die Entschlossenheit machte der dann mit dem Ausspruch „…glauben Sie mir, es wird genug sein!“ deutlich. Die Kapitalmärkte beruhigten sich danach.

Die EZB ließ dann auch Taten folgen und startete das sogenannte „Quantitative Easing“ (auch kurz nur „QE“ genannt): Dabei kauft die Notenbank Anleihen bzw. nahezu alle Wertpapiere notleidender Staaten oder mittlerweile auch von Unternehmen am Kapitalmarkt auf und versorgte diese somit mit ausreichender Liquidität. Ziel ist dadurch nicht nur die Rettung von Krisenländern und -unternehmen, sondern auch die Ankurblung der Konjunktur insgesamt. Die Anlaufvolumina sind dabei sehr hoch und belaufen sich auf hohe zweistellige Milliardenbeträge pro Monat! Wird von Tapering gesprochen, dann ist damit die schrittweise Reduzierung dieses Ankaufvolumens gemeint. Damit es zu keinen schockartigen Entwicklungen kommt, werden die Reduzierungsschritte bisher sehr klein gewählt, z. B. Reduzierung der Ankaufvolumen um 5 Mrd. Euro pro Monat. Bei einem QE-Programm von aktuell beispielsweise insgesamt 80 Mrd. Euro pro Monat bedeutet dies, dass nach 12 Monaten immer noch Anleihen im Wert von 20 Mrd. Euro durch die Notenbank gekauft werden (80 Mrd. Euro Ursprungsprogramm minus 5 Mrd. Euro Reduzierung pro Monat in den nächsten für 12 Monaten = 60 Mrd. Euro weniger Rückkaufvolumen in 12 Monaten, bleiben 20 Mrd. Euro). Die Effekte werden somit in kleinen Dosen für die Märkte spürbar und das Tapering dauert eine lange Zeit. Viele der weltweit wichtigsten Notenbanken begannen damit in der Finanzkrise und machen dies noch heute.

Das Wort „Tapering“ bezeichnet somit das langsame Zurückfahren einer „ausschweifenden“ Liquiditätsversorgung. Umgangssprachlich könnte man auch sagen: „Die Notenbanken drehen den Geldhahn langsam und marktschonend zu!“

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